Nettogewinn pro behandeltem Fall = Bruttoprovision − Lead- und Werbekosten − Koordinationszeit − Kosten stornierter Buchungen − Zahlungsverzug und Währungsverlust − Leistungen, die die Agentur selbst bezahlt. Dieser kostenlose Rechner wendet die Formel auf Zahnbehandlung, Haartransplantation, ästhetische Chirurgie, Kinderwunschbehandlung (IVF) sowie Adipositas- und Klinikfälle an, zeigt jeden Abzug als Wasserfall, ermittelt Ihre Break-even-Conversion und sortiert die Eingaben danach, wie stark sie Ihr Ergebnis bewegen. Er läuft in Ihrem Browser; jeder vorausgefüllte Wert ist ein Beispiel, das Sie durch Ihre eigenen Zahlen ersetzen.
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Ein Provisionssatz ist eine Überschrift, kein Ergebnis. Eine Agentur, die 20 % auf eine Zahnbehandlung für 4.000 EUR erhält, verdient nicht 800 EUR pro Patient. Sie bezahlt die Leads, aus denen nie eine Buchung wurde, die Stunden, die eine Koordinatorin mit Kostenvoranschlägen, Befunden und Reiseplanung verbringt, die Buchungen, die nach all dieser Arbeit storniert werden, die Wochen bis zur Auszahlung, die Wechselkursspanne bei der Überweisung und den Flughafentransfer und Dolmetscher, die sie zugesagt hat. Diese Seite macht aus dieser Liste eine einzige Zahl — den Nettogewinn pro behandeltem Fall — und zeigt, wo der Rest der Provision geblieben ist.
Der Rechner steht ganz oben auf dieser Seite. Wählen Sie eine Fachrichtung — Zahnbehandlung, Haartransplantation, ästhetische Chirurgie, IVF oder Adipositas- und andere Klinikfälle — und eine Währung. Füllen Sie dann sechs nummerierte Gruppen aus, die zu den sechs nummerierten Balken des Wasserfalldiagramms passen: (1) Paketpreis und entweder Provisionssatz oder Festbetrag; (2) Kosten pro Lead und Conversion vom Lead zur Buchung; (3) Koordinationsstunden pro Buchung und der volle Stundensatz einer Koordinationskraft; (4) die Quote von Stornos und No-Shows; (5) Tage bis zur Auszahlung der Provision, Ihre jährlichen Kapitalkosten und Ihr Währungs- und Überweisungsverlust; (6) die Leistungen, die die Agentur pro Fall selbst bezahlt. Das Diagramm beginnt bei der Bruttoprovision und zieht jeden Kostenblock nacheinander ab, bis das Netto pro behandeltem Fall übrig bleibt. Eine Live-Karte zeigt Netto pro Fall, den Anteil der Provision, der bei Ihnen bleibt, die Monatssumme für Ihr Fallvolumen, die pro Monat nötigen Leads und Werbeausgaben, die Break-even-Conversion und die höchsten Kosten pro Lead, die Sie sich leisten können. Darunter bewegt eine Sensitivitätsgrafik jede Eingabe um 10 % nach oben und unten und sortiert sie, und ein Vergleichsstreifen stellt alle fünf Fachrichtungen mit einer gemeinsamen Monatssumme nebeneinander. Jede Fachrichtung behält ihre eigenen Eingaben; Stundensatz, Kapitalkosten und Währungsverlust gelten für alle.
Gerechnet wird pro behandeltem Fall: eine Patientin oder ein Patient, die oder der die Behandlung abgeschlossen und damit eine Provision ausgelöst hat. Leads und Buchungen, die es nicht so weit geschafft haben, sind Kosten — getragen von den Fällen, die behandelt wurden.
Wenn Agenturen Kliniken oder Fachrichtungen vergleichen, vergleichen sie meist Provisionssätze. Die folgenden Posten landen selten in diesem Vergleich — zusammen können sie größer sein als der Unterschied zwischen zwei Provisionsangeboten.
Der Rechner öffnet auf der deutschen Seite genau mit diesem Fall, in Euro. Alle Zahlen sind illustrativ: ein Beispiel, das die Mechanik zeigt, kein Marktdurchschnitt. Eine Agentur aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz vermittelt Zahnbehandlungen — Implantate, Kronen, Veneers — an Kliniken in der Türkei. Das Paket kostet 4.000 EUR, der Vertrag zahlt 20 % Provision. Ein Lead kostet 20 EUR, 10 % der Leads buchen. Die Koordination braucht 6 Stunden pro Buchung zu einem vollen Stundensatz von 25 EUR. Jede fünfte Buchung wird storniert oder die Patientin erscheint nicht. Die Klinik zahlt 30 Tage nach der Behandlung, die Kapitalkosten der Agentur liegen bei 12 % im Jahr, und bei Kurs und Überweisung gehen 2 % verloren. Die Agentur übernimmt pro Fall 150 EUR für Transfer und Dolmetscher und bringt 8 Patientinnen und Patienten im Monat zur Behandlung.
Von der Provision bleiben also 23,6 % übrig — rund 4,7 % des Paketpreises. Bei acht behandelten Fällen im Monat sind das 1.508,88 EUR Deckungsbeitrag; dafür braucht die Agentur jeden Monat 100 Leads und 2.000 EUR Leadbudget. Der größte einzelne Abzug sind die Leadkosten mit einem Viertel der Provision; Koordinationszeit und selbst bezahlte Leistungen zusammen sind mit 37,5 % noch größer. Allein die Stornos kosten 87,50 EUR pro behandeltem Fall — mehr, als zwei zusätzliche Prozentpunkte Provision auf diesem Paket einbringen würden (80 EUR).
Setzt man das Netto pro Fall auf null und löst nach der Conversion auf, erhält man die Break-even-Quote: Break-even-Conversion = Kosten pro Lead ÷ [(1 − Stornoquote) × (Bruttoprovision − Zahlungs- und Währungskosten − Leistungen) − Koordinationskosten]. Im Zahnbeispiel ergibt die Klammer 0,8 × (800 − 23,89 − 150) − 150 = 350,89; die Break-even-Conversion liegt also bei 20 ÷ 350,89 = 5,70 %. Darunter verliert jeder behandelte Fall Geld, egal wie viele Sie verkaufen.
Dreht man dieselbe Klammer um, erhält man die Obergrenze für Leadkosten: maximale Kosten pro Lead = Conversion × dieselbe Klammer. Bei 10 % Conversion sind das 35,09 EUR. Eine Leadquelle, die mehr verlangt, kann sich bei Ihrer heutigen Conversion nicht rechnen — ganz gleich, welches Volumen sie verspricht.
Ist die Klammer null oder negativ, rettet keine Conversion den Fall: Koordinationszeit, Stornos, Zahlungskosten und Leistungen verbrauchen bereits die ganze Provision. Der Rechner sagt das dann, statt eine Prozentzahl anzuzeigen. Korrigieren Sie zuerst Provision, verschenkte Leistungen oder Stunden pro Buchung, bevor Sie mehr Leads einkaufen.
Die Sensitivitätsgrafik bewegt jede Eingabe einzeln um 10 % nach oben und um 10 % nach unten und sortiert die Eingaben danach, wie stark sich das Netto pro Fall verändert. In allen fünf Beispielszenarien steht oben dasselbe: die Provision selbst (Paketpreis oder Satz), dann die Conversion, dann die Kosten pro Lead.
Zwei Muster sollten Sie kennen. Erstens ist die Conversion asymmetrisch: Im Zahnbeispiel bringt eine um 10 % bessere Conversion 22,73 EUR pro Fall, eine um 10 % schlechtere kostet 27,78 EUR — weil die Leadkosten pro Buchung durch die Conversion geteilt werden. Zweitens ist der Ausschlag bei dünnen Margen größer als das Netto selbst. Im IVF-Beispiel bleiben 52,33 pro Fall, und 10 % weniger Conversion nehmen 74,07 weg: Der Fall rutscht ins Minus.
Praktisch heißt das: Eine gut qualifizierte Anfrage ist mehr wert als eine billige, und eine Klinik, die schnell antwortet und klar anbietet, hebt Ihre Conversion, ohne dass Sie Ihr Werbebudget anfassen.
Hoher Paketpreis heißt nicht hohes Netto. Die fünf Beispielszenarien zeigen es: Adipositas- und Klinikfälle bringen die größte Provision (1.350), aber auch die meisten Koordinationsstunden und die teuersten Leads, und es bleiben 13,4 % davon; die Haartransplantation bringt die kleinste Provision (625) und behält 40,8 %. Ihre Zahlen werden anders aussehen. Entscheidend ist, Fachrichtungen nach Netto pro Fall und Break-even-Conversion zu vergleichen, nie nach dem Provisionssatz allein.
Kaum eine Agentur arbeitet nur in einem Korridor. Laut Health onMESSE Research (Oktober 2026) mit 997 verifizierten Agenturen schickt eine Agentur Patientinnen und Patienten im Schnitt in 2,52 Zielländer, der Median liegt aber bei 1 — eine Minderheit mit vielen Zielen zieht den Durchschnitt nach oben. 339 Agenturen – 42 % der 807, deren Zielländer sich ermitteln ließen – vermitteln in zwei oder mehr Länder. Für sie ist der Vergleichsstreifen die nützliche Ansicht: Jede Fachrichtung behält ihre Eingaben, der Streifen addiert alles zu einer Monatssumme.
Agenturen, die so rechnen, wählen ihre Partner anders aus. Eine Klinik, die die Provision pünktlich zahlt, verkürzt die Zahlungszeile. Eine, die Anfragen innerhalb von Stunden beantwortet, hebt die Conversion der Agentur. Eine, die Transfer und Dolmetscher ins Paket nimmt, streicht einen ganzen Balken aus dem Wasserfall. So gewinnt die Klinik, die die Stückkosten der Agentur versteht, die Vermittlung, ohne die Provision zu erhöhen. Stellen Sie auf Health onMESSE aus, um Agenturen zu treffen, die bereits so denken, und lesen Sie unter onMESSE für Aussteller, wie die Teilnahme funktioniert.
Die beiden größten Hebel in jedem Szenario oben sind die Provision, die Sie verhandeln, und die Conversion, die Sie aus jeder Anfrage holen. Beide werden besser, wenn Sie direkt mit dem Leistungserbringer sprechen. Health onMESSE ist eine digitale Messe, auf der Agenturen terminierte Einzelgespräche mit Kliniken und Krankenhäusern aus sechs Zielregionen führen: Türkei, Indien, Mexiko, Vereinigte Arabische Emirate, Spanien und Deutschland. Unsere Erhebung erfasst diese Zentren in 18 Städten — so deckt ein einziger Gesprächskalender alle Ziele ab, die Sie verkaufen.
Agenturen nehmen kostenlos teil: als Agentur bei Health onMESSE registrieren, oder zuerst lesen, wie onMESSE für Agenturen funktioniert. Kliniken und Krankenhäuser finden die Teilnahmeoptionen auf der Preisseite. Vor der Unterschrift unter einen Provisionsvertrag hilft die Checkliste für den Klinikvertrag, das Partnerhotel prüfen Sie mit dem Hotel-Check für Medizintourismus, und weitere Themen behandeln die Health onMESSE Ratgeber; alle Rechner dieser Messe finden Sie unter Health onMESSE Tools.
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